Marc Craquelin

MARKT-UPDATE 

Wie ist die Korrektur an den europäischen Aktienmärkten seit Mitte September zu bewerten?

Autor : Marc Craquelin, Leiter des verwaltungsteam

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Die Marktkonsolidierung beruht auf dem Zusammenspiel mehrerer Faktoren:

Der Preisverfall bei Rohstoffen – vor allem bei Erdöl (um 23 % seit dem 1. Juni) – wird von den Märkten als Frühindikator für den weltweiten Wirtschaftsrückgang gedeutet.

– Ferner haben die geopolitischen Risiken im Nahen Osten und in der Ukraine die Prognosesicherheit verschlechtert.Hinzu kommen die möglichen Folgen der Ebola-Epidemie für den Welthandel.

– In Europa veranlassen unerwartet schwache Wirtschaftsindikatoren Investoren zu Umschichtungen, wobei Anlagen in „Emergings“ begünstigt werden sollten.

– Eine überzeugende Strategie der EZB als Antwort auf die geringe Inflation steht noch aus. Entsprechend wächst die Angst vor der „japanischen Krankheit“ in der Eurozone.

– US-Inflationsswaps deuten in den USA auf eine Korrektur der Inflationsprognose. Die Sorge vor einem Rückgang der US-Wirtschaft wächst.

– Die allmähliche Reduzierung der „Quantative-Easing“ Geldpolitik der FED hat die Anleger zu Gewinnmitnahmen vor Beginn der Berichtsaison des 3. Quartals veranlasst.


Doch es gibt auch grundlegende Trends, die den Markt mittelfristig stützen könnten:

Niedrige Preise für Rohstoffe und Energie stärken die Kaufkraft der europäischen Verbraucher.

– Dieseit dem 1. Juni bestehende Euro-Schwäche – insbesondere gegenüber dem US-Dollar (1,26 Ende September 2014) – ist positiv für Europa und vor allem für Exportunternehmen.

– Unter der Führung von Mario Draghi bleibt die EZB aktiv. Wir vertrauen seiner Fähigkeit, innovative Maßnahmen umzusetzen, um das Wachstum zu stärken und das Deflationsrisiko zu bekämpfen.

– Das niedrige Zinsumfeld ermutigt Anleger Risiko einzugehen und ermöglicht Unternehmen ihre Finanzkosten zu senken.

– Die aktuelle Konsolidierung unterscheidet sich deutlich von der Börsenkrise in 2008. Die robuste Lage der „Investment-Grade-Anleihen“ steht dafür.


Welche Strategie bietet sich vor diesem Hintergrund an?

> Der Abwärtstrend an den europäischen Märkten wird unserer Ansicht nach weiter anhalten. Um Erwartungen der Investoren in Hinsicht der Kontrolle von Volatilität entgegen zu kommen, befürworten wir kurzfristig ausgewogene Mischfonds wie ARTY. Dank seiner flexiblen und aktiven Steuerung der einbezogenen Anlageklassen (Aktien und Unternehmensanleihen) konnte der Fonds gut auf die Turbulenzen im Sommer reagieren.

> Wir sind weiterhin der Ansicht, dass sich in Phasen der Konsolidierung Chancen für Aktienfonds ergeben.
In einem für europäische Wachstumsunternehmen weiter günstigen Niedrigzinsumfeld ist Echiquier Major mittelfristig gut ausgerichtet.


Financière de l’Echiquier investiert vorwiegend in Aktien und / oder Unternehmensanleihen. Die einbezogenen Anlageklassen schließen potentiale Kapitalverluste ein. Für weitere Informationen zu den Risiken und Kosten der Fonds beachten Sie die Verkaufsprospekte oder richten Sie sich an Ihren gewohnten Ansprechpartner

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