Adrien Bommelaer

Fondsportrait: Echiquier Positive Impact Europe ǀ Juni 2026

Der Echiquier Positive Impact Europe orientiert sich an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs) und verfolgt ein langfristiges Ziel: die Verbindung von finanzieller Performance und positiven Auswirkungen durch Anlagen in europäische Unternehmen, die Lösungen für soziale, wirtschaftliche und ökologische Herausforderungen bieten können. Seit Jahresbeginn hat dieser Impact-Fonds eine positive Performance erzielt, die jene seines Referenzindex übertrifft[1]. Unter dem Einfluss zweier zentraler Themen – des Kriegs im Iran und der künstlichen Intelligenz – zeichnete sich das Marktumfeld zuletzt durch große Performance-Unterschiede zwischen den verschiedenen Sektoren aus. Vor diesem Hintergrund profitierte der Fonds von einer Reihe von Umschichtungen in den vergangenen Monaten, durch die sich insbesondere die Gewichtung von Value-Aktien und die Anzahl der Portfoliotitel erhöhten. Das vergrößerte Exposure in Sektoren wie Telekommunikation (Orange) und Energie (GTT), der Ausbau der Allokation im Bereich Versorgungsdienstleistungen (EDP Renewables, Veolia) sowie das starke Engagement im Themenbereich Elektrifizierung trugen positiv zu seiner Wertentwicklung bei.

 

TRANSAKTIONEN

Konjunkturbedingte Entwicklungen

Die ausbleibenden Fortschritte im Iran-Konflikt und die Unsicherheit des makroökonomischen Umfelds infolge der unberechenbaren Politik von Donald Trump veranlassten uns dazu, das Engagement des Fonds in defensiven Profilen auszubauen. In diesem Sinne vergrößerten wir unser Exposure im Versicherungssektor über AXA sowie unsere Allokation im Gesundheitssektor über Novartis und AstraZeneca. Darüber hinaus erhöhten wir die Gewichtung von Titeln, deren Kurse positiv mit steigenden Energiepreisen korrelieren, darunter Novonesis, GTT und EDP Renewables. Mit Blick auf die angekündigten massiven Investitionen in KI-Rechenzentren haben wir zudem unser Engagement in Unternehmen erweitert, die von einer erhöhten Nachfrage in den Bereichen Infrastruktur und Elektrifizierung profitieren. Dazu gehören der italienische Stromkabelspezialist Prysmian, der auf Kühlsysteme spezialisierte schwedische Konzern Munters sowie Siemens und Halma, die anwendungsspezifische Systeme und Lösungen anbieten. Unser Engagement in Unternehmen, deren Geschäftstätigkeit dem Risiko einer Disruption durch neue Entwicklungen im KI-Bereich ausgesetzt ist, haben wir hingegen deutlich verringert. Dies betraf insbesondere den Softwaresektor.

 

Auf Fundamentaldaten basierende Transaktionen

Wir trieben die sektorale Erweiterung des Fonds weiter voran, indem wir eine Position in Umicore eröffneten. Unser Ziel dabei war, vom strukturellen Anstieg der Rohstoffpreise zu profitieren und das fehlende Engagement in Bergbauunternehmen auszugleichen. Letztere sind gemäß unserer Impact-Politik von einer Anlage ausgeschlossen. Für die Energiewende und den Bau von Rechenzentren sind viele Rohstoffe notwendig, bei denen die bestehende Nachfrage einem begrenzten Angebot gegenübersteht. Dies bereitet den Boden für einen nachhaltigen Preisanstieg, von dem Umicore mit seinem auf Edel- und Seltenerdmetalle ausgerichteten Recyclinggeschäft profitieren dürfte. Zugleich ist zu erwarten, dass sich der Absatz der Katalysatoren von Umicore weiter erhöht, während der Absatz von Batterien für Elektrofahrzeuge allem Anschein nach einen Tiefpunkt erreicht hat.

 

ANLAGESTRATEGIE

Wir halten ausdrücklich an unserer Anlagestrategie fest und nehmen keine Anpassungen vor. Dieser Impact-Fonds wendet weiterhin dieselben ESG-Ausschlüsse an, die insbesondere die Bereiche Waffen, fossile Energieträger, Tabak und Alkohol betreffen. Dasselbe gilt für die Impact-Ausschlüsse in Bezug auf den traditionellen Bankensektor, Luxusgüter und Bergbauunternehmen. Die qualitative ESG-Analyse, die durch quantitative Instrumente ergänzt wird, sowie der Dialog mit den Unternehmen erfolgen auch weiterhin im Rahmen eines systematischen Ansatzes. Beim Impact Investing liegt ein Schwerpunkt auf großen Themen von anhaltender Relevanz wie Gesundheit, Digitalisierung oder die zunehmenden Anforderungen in den Bereichen Energiesouveränität und Elektrifizierung. Hierbei handelt es sich unserer Meinung nach weiterhin um langfristige Performancetreiber.

 

Redaktionsschluss: 28.05.2026

Haftungsausschluss: Diese Daten und Meinungen von LFDE sowie die genannten Werte und Sektoren werden zu Informationszwecken bereitgestellt und stellen daher weder ein Angebot zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers noch eine Anlageberatung oder Finanzanalyse dar. Die Entscheidung für eine Anlage sollte sich nicht ausschließlich auf den nicht-finanziellen Ansatz eines Fonds stützen, sondern auch sonstige Merkmale und insbesondere seine Risiken einbeziehen, wie im zugehörigen Fondsprospekt beschrieben. Der Fonds ist mit dem Risiko eines Kapitalverlusts, dem Aktienrisiko, dem Risiko von Anlagen in Small und Mid Caps und dem Risiko im Zusammenhang mit nachhaltigen Anlagen verbunden. Um weitere Informationen zu seinen Merkmalen, Risiken und Kosten zu erhalten, sollten Sie die gesetzlich vorgeschriebenen Dokumente lesen, die auf www.lfde.com abgerufen werden können. Anleger werden darauf hingewiesen, dass ihre Anlage im Fonds sich nicht unmittelbar auf Umwelt und Gesellschaft auswirkt, sondern dass angestrebt wird, in Unternehmen zu investieren, die konkrete, in der Vermögensverwaltungsstrategie festgelegte Kriterien erfüllen.

 

Anleger werden darauf hingewiesen, dass die angegebenen Anteile/Aktien womöglich nicht zum Vertrieb in ihrem Land zugelassen sind.

[1] Performance seit dem 1. Januar (bis zum 26.05.2026): A-Anteil +9 % gegenüber +7,80 % für den MSCI Europe NR Index. Performance über 1 Jahr: +3,48 % gegenüber +16,71 %; 3 Jahre: +22,73 % gegenüber +46,07 %; 5 Jahre: +12,09 % gegenüber +62,08 %. Annualisierte Performance seit der Auflegung am 19.03.2010: +7,14 % gegenüber +8,35 %.